Die BFU als Unternehmen

Die BFU als Unternehmen Unfallprävention liegt in der DNA der BFU. Damit sie wirksam umgesetzt werden kann, bilden Compliance, Recht, Nachhaltigkeit, IT-Sicherheit sowie effiziente interne Abläufe die organisatorische Grundlage.

Nichtberufsunfälle sind eine grosse Herausforderung für die öffentliche Gesundheit. Jährlich verletzen sich rund 40 000 Personen schwer – zu Hause, beim Sport und im Strassenverkehr. Die Folgen sind persönliches Leid und volkswirtschaftliche Kosten von rund 12 Milliarden Franken pro Jahr. Die BFU setzt alles daran, Risiken zu erkennen und durch systematische Prävention zu senken. Seit 1938 erfüllt sie diesen öffentlichen Auftrag – für die ganze Schweiz, in allen Sprachregionen und für alle Altersgruppen. 

Daten bilden die Basis

Die Aktivitäten der BFU basieren auf Fakten und Evidenz. Bevor eine Massnahme umgesetzt wird, analysiert die BFU Unfallursachen, Sicherheitspotenzial und Erfolgsfaktoren. Ein interdisziplinäres Team von 130 Präventionsfachleuten arbeitete 2025 Hand in Hand und kombinierte technische, edukative sowie kommunikative Ansätze. Aktiv wurde die BFU dort, wo viele Unfälle mit schweren Folgen passieren. So entstanden Massnahmen, die Leben schützen und sich volkswirtschaftlich auszahlen.

Ein Plan für die nächsten fünf Jahre

2025 erschien das Mehrjahresprogramm 2026–2030 der BFU. Es zeigt auf, welche Schwerpunkte die BFU in den nächsten fünf Jahren setzen wird, um die Unfallzahlen in der Schweiz zu reduzieren. Der Fokus liegt auf Unfällen, die tödlich enden oder zu einer Invalidität führen. Grundlage dafür ist das bewährte Geschäftsmodell, das die Erkenntnisse der Unfall- und Präventionsforschung in wirksame Massnahmen übersetzt. 

Das BFU-Mehrjahresprogramm auf einem Tisch

2025 erschien das Mehrjahresprogramm 2026–2030 der BFU. Es zeigt auf, welche Schwerpunkte die BFU in den nächsten fünf Jahren setzen wird, um die Unfallzahlen in der Schweiz zu reduzieren.

Vertrauen durch klare Regeln

Compliance hilft, Risiken zu vermeiden, unterstreicht Verantwortungsbewusstsein und stärkt das Vertrauen. Entsprechend vertiefte die BFU 2025 ihre Compliance-Aktivitäten und sensibilisierte die Mitarbeitenden. Webinare, interne Schulungen und E-Learnings – etwa zum verantwortungsbewussten Umgang mit KI – stärkten das Bewusstsein für regelkonformes und integres Handeln. Die interne Kommunikation wurde gezielt ausgebaut, um Transparenz und Orientierung zu fördern.

Recht im Einsatz für die Prävention

Die juristische Arbeit konzentrierte sich 2025 unter anderem auf die Begleitung gesetzlicher Entwicklungen. Die BFU nahm Stellung zu verschiedenen Vernehmlassungsvorlagen und brachte ihre sicherheitsrelevante Expertise ein, beispielsweise zur Motion «Hierarchie des Strassennetzes innerorts und ausserorts sichern». Die BFU betonte in ihrer Stellungnahme, dass die Motion es weiterhin erlaubt, aus Gründen der Verkehrssicherheit Tempo 30 auf Streckenabschnitten von verkehrsorientierten Strassen einzuführen. Dieser Punkt ist aus Sicht der BFU entscheidend, da Tempo 30 einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Zahl schwerer Verkehrsunfälle innerorts leistet. 

Zudem äusserte sich die BFU zur Verordnung über das «Informationssystem Strassenverkehrskontrollen» sowie zum Bundesgesetz über Cannabisprodukte. Weiter erstellte sie Gutachten für Staatsanwaltschaften und beantwortete juristische Fachfragen.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Chancengleichheit

Die BFU verfolgt seit Jahren eine Nachhaltigkeitsstrategie. Für 2025 wurde erstmals ein Nachhaltigkeitsreporting veröffentlicht. Ein zentrales Ergebnis: Der Energieverbrauch konnte seit 2019 um über 30 % gesenkt werden – unter anderem durch neue Lichtinstallationen. Auch die Abfallmenge wurde reduziert.

Das erweiterte Personalreporting schuf zusätzliche Transparenz und unterstützte die strategische Weiterentwicklung im HR-Bereich. Auf dieser Grundlage förderte die BFU Chancengleichheit sowie faire und ausgewogene Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeitenden. 

Die Rechnungslegung erfolgte weiterhin nach Swiss GAAP FER, ergänzt durch ein Anlagereglement, das die finanzielle Stabilität und die notwendigen Reserven sicherstellt.

Schutz durch die Cloud

Die Sicherheit der internen IT-Struktur ist eine Grundvoraussetzung für effizientes Arbeiten. 2025 stärkte die BFU ihre IT-Sicherheit durch gezielte Massnahmen. Nach der Migration der Serverinfrastruktur in die Cloud erfolgte ein Sicherheits-Review, aus dem konkrete Verbesserungen abgeleitet wurden. So wurde die Sicherheit der Client-Computer erhöht, und ein umfassendes Cyber-Sicherheitskonzept definiert präventive Massnahmen sowie Abläufe im Ernstfall.

Optimierung in HR und Prozessen

Zur Effizienzsteigerung überprüfte und digitalisierte die BFU Abläufe in HR und Logistik. Sie optimierte die stufengerechte Zuweisung von Aufgaben und passte das Dienstleistungsportfolio noch besser an die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden an. Interne Prozesse wurden vereinfacht und die Qualität der Dienstleistungen weiter erhöht.

Übergabe der Zertifizierung durch Virginie Borel, Geschäftsführerin des Forums für die Zweisprachigkeit, an Stefan Siegrist, Direktor der BFU.

Die BFU wurde mit dem «Engagement Zweisprachigkeit Bronze» des Forums für die Zweisprachigkeit aus-gezeichnet.

Gelebte Mehrsprachigkeit 

Die BFU wurde 2025 mit dem «Engagement Zweisprachigkeit Bronze» des Forums für die Zweisprachigkeit ausgezeichnet. Dieses bestätigt den aktiven Gebrauch der deutschen und der französischen Sprache in der internen und externen Kommunikation. Damit werden die laufenden Bemühungen anerkannt, sprachliche Vielfalt in Projekten und Leistungen zu verankern und sicherzustellen, dass Informationen, Kampagnen, Schulungsangebote und Präventionsmaterialien für Deutsch- und Französischsprechende gleichermassen zugänglich sind. Eine Bestätigung und Ermutigung für die BFU, die für die ganze Schweizer Bevölkerung in allen Sprachregionen tätig ist, Mehrsprachigkeit als festen Bestandteil der Unternehmenskultur zu verankern.

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