Die BFU vor Ort

Die BFU vor Ort Die BFU ist in der ganzen Schweiz präsent – in Schulen, Unternehmen und Gemeinden. Mit neuen Angeboten, praxisnahen Tools und innovativen Formaten setzt die BFU auf direkte Zusammenarbeit vor Ort, um dort Unfälle dort zu verhindern, wo Menschen leben.

Sicherheit von Kindesbeinen an

Etwas mehr als ein Drittel aller Kinder in der Schweiz besucht eine Kindertagesstätte. Entsprechend gross ist die Verantwortung, wenn es um sichere Rahmenbedingungen geht. Worauf es dabei ankommt, zeigt die neue Fachdokumentation «Unfallprävention in Kindertagesstätten», welche die BFU 2025 veröffentlichte. Erstmals sind alle relevanten Sicherheitsaspekte rund um Konzeption, Planung und Betrieb kompakt gebündelt. Die Inhalte entstanden in enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus der Branche. Ergänzend arbeitete die BFU an Checklisten und weiteren Hilfsmitteln, um die Umsetzung vor Ort zu erleichtern.

Auch der internationale Austausch war 2025 wichtig: An der DACH-Tagung in Bern zeigte sich, dass die Sicherheit von Kindern in Betreuungseinrichtungen länderübergreifend in Deutschland (D), Österreich (A) und in der Schweiz (CH) ein Thema ist. Die BFU brachte ihre Erfahrungen ein und nahm Impulse aus den anderen Ländern auf, um die eigene Präventionsarbeit weiterzuentwickeln.

Kinder spielen in Kita

Die neue Fachdokumentation «Unfallprävention in Kindertagesstätten» der BFU bündelt erstmals interdis-ziplinäres Wissen zur Unfallprävention in Kindertagesstätten in der Schweiz.

Damit Kinder sicher aufwachsen

Gerade die Kleinsten brauchen besonderen Schutz, damit sie unbeschwert und sicher aufwachsen können. Deshalb steht die BFU frischgebackenen Eltern sowie Betreuungspersonen mit praktischen Tipps zur Unfallverhütung zur Seite – online und offline. OUUPS! beinhaltet Broschüren und Videos, welche die wichtigsten Sicherheitstipps für Kinder bis sechs Jahre kompakt zusammenfassen. Rund die Hälfte aller Schweizer Gemeinden unterstützen die BFU bei der Verbreitung, indem sie OUUPS! automatisch Familien und Betreuungsangebote zukommen lassen – kostenlos und in Einklang mit dem Datenschutz. 

Auch im Schulalltag setzt die BFU an. Die neuen, mit Lehrpersonen entwickelten SafetyTools machen Unfallprävention zum festen Bestandteil des Unterrichts. Sie sensibilisieren Kinder und Jugendliche für Risiken und fördern sicheres Verhalten. So wird Unfallprävention von Anfang an selbstverständlich. Neu verfügbar sind die Module «Sichere Schulreise» (Zyklus 1 und 2) und «Sicher mit dem Velo unterwegs» (Zyklus 2).

Lehrperson mit einem SafetyTool in der Hand.

Die neuen SafetyTools der BFU machen Unfallprävention zum spannenden Thema im Schulalltag.

Prävention in Unternehmen gefragt wie nie

Rund 600 000 Erwerbstätige verunfallen jedes Jahr in der Freizeit. Mit den SafetyKits der BFU können Unternehmen ihren Mitarbeitenden ohne grossen Aufwand nützliche Sicherheitstipps geben. Die SafetyKits sind sofort einsetzbar und behandeln jeweils ein Unfallthema. 2025 entwickelte die BFU ein SafetyKit zum Thema Motorrad und aktualisierte die Ausgaben zu Sturz und Sichtbarkeit. Mit grossem Erfolg: Die SafetyKits waren 2025 gefragt wie noch nie.

Auch die Einsatzmittel für Unternehmen stiessen 2025 auf grosses Interesse. Die BFU führte zahlreiche Workshops durch und setzte dabei auf innovative Formate wie den Escape-Room, die Präventionsbotschaften mit Teambuilding verbinden. Die hohe Nachfrage zeigt, wie stark das Thema Nichtberufsunfallprävention in Unternehmen an Bedeutung gewinnt.

Die BFU war 2025 auch an wichtigen Branchenevents präsent – an der HR Messe Zürich, der Nationalen BGM-Tagung und an der Messe Sécurité au Carré Lausanne. Überall dort, wo Unternehmen sich über Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeitenden informieren.

Weiterbildung vor Ort am Objekt

Die 1200 Sicherheitsdelegierten der BFU engagieren sich in allen Regionen der Schweiz für die Unfallprävention. Sie bringen das Fachwissen, das am Hauptsitz in Bern erarbeitet wird, in die Praxis vor Ort. Als zentrale Ansprechpersonen stehen sie Behörden, Hauseigentümern, Vereinen, Schulleitungen, Eltern und vielen weiteren Akteuren zur Seite.

Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden wurde 2025 weiter ausgebaut. Die BFU führte über 50 Weiterbildungskurse für Sicherheitsdelegierte durch – erstmals gemeinsam mit Fachpersonen des Denkmalschutzes und direkt an Bauobjekten. Die Erfahrungen waren so positiv, dass dieses Format künftig weitergeführt wird.

Auch die Nachfrage nach baulichen Beratungen bei denkmalgeschützten Objekten nahm 2025 deutlich zu. Die BFU begutachtete Anlagen in der ganzen Schweiz. Ein Beispiel ist der Friedhof der Pfarrkirche St. Katharina in Horw. Dort wurde ein Teil des Friedhofs zu einem Park- und Spielbereich umgenutzt. Die BFU beurteilte die Anlage gemeinsam mit Fachpersonen des Denkmalschutzes, um Sicherheitsanforderungen mit dessen Vorgaben in Einklang zu bringen. 

Schulungen für Baufachleute

2025 baute die BFU die Schulung von Baufachleuten vor Ort im Betrieb weiter aus. Viele Unternehmen buchten Schulungen für die gesamte Belegschaft, nachdem sie zuvor eine Beratung in Anspruch genommen hatten. Architekten, Bauleiterinnen und Bauzeichner erhielten so eine Einführung in die Umsetzung der BFU-Empfehlungen. In gemeinsamen Workshops – etwa mit Treppen- und Geländermodellen – wurden sicherheitstechnische Anforderungen praxisnah erprobt und diskutiert. 

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