Wie künstliche Intelligenz bereits vorhandene Daten und Algorithmen mit enormer Rechenleistung kombiniert, ist beeindruckend. Für die BFU als Wissensorganisation mit Forschung, Beratung, Bildung und Kommunikation gibt es keinen Bereich, in dem sich KI nicht gezielt einsetzen lässt. Entscheidend bleibt jedoch, dass die Ergebnisse immer von Menschen beurteilt werden. Denn: Denk- und Entscheidungsprozesse von Menschen werden von der KI nachgeahmt. ChatGPT und Co. vermitteln aber das Gefühl, mit einer echten Person zu kommunizieren. Deshalb wäre es korrekter, von datenbasierten Systemen zu sprechen und nicht von Intelligenz. Menschliche Intelligenz bietet mehr und wird nach wie vor gebraucht. Denn Sprache schafft Bewusstsein. Dieses Bewusstsein brauchen wir im Umgang mit den neuen Systemen, die für uns Gedankengänge vollziehen.
Im Kern geht es um den kritischen Umgang mit datenbasierten Systemen. Diese überprüfen und gewichten die Quellen nicht oder ungenügend. Das System trainiert mit allen Inhalten des Internets. Ein erhaltenes Resultat ist darum noch kritischer auf seine Qualität zu überprüfen – das gilt in besonderem Masse in der Unfallprävention.
Bei jedem Technologieschub ist es normal, dass man nicht alles bis ins Detail versteht. Entscheidend ist nicht, dass jede einzelne Person die Technologie begreift, sondern, dass die Gesellschaft lernt, verantwortungsvoll damit umzugehen.