Kommunikation

Kommunikation Präventionsbotschaften, die ankommen: Mit einem breiten Kommunikationsmix aus digitalen Lösungen, Printprodukten, Veranstaltungen und aufmerksamkeitsstarken Kampagnen sorgt die BFU dafür, dass Unfallprävention sichtbar und verständlich ist und wirkt.

Vielfalt für maximale Reichweite

Alle wollen sicher durchs Leben gehen. Doch wenn es darum geht, Prävention im Alltag umzusetzen, ist die Motivation oft gering. Deshalb bereitet die BFU Informationen und Tipps zielgruppenspezifisch, lebensnah und für verschiedene Kanäle und Plattformen auf, sodass sie gerne konsumiert werden und einen direkten Bezug zum eigenen Verhalten herstellen. 

Zentrale Informationsplattform war auch 2025 bfu.ch. Hier publizierte die BFU News aus der Unfallforschung, Präventionstipps, Infografiken und Videos. Neu dazugekommen ist eine Toolbox mit digitalen Checklisten, mit denen Fachleute per Smartphone oder Tablet Sicherheitsabklärungen vor Ort durchführen können – inklusive konkreter Verbesserungsvorschläge.

KI-Assistent: Wissen auf Abruf

Schnell, verlässlich und praxisnah: Der neue digitale KI-Assistent auf bfu.ch beantwortet Fragen zum Unfallgeschehen und gibt Tipps zur Prävention. Der Assistent wurde intensiv getestet und ist seit Sommer 2025 aufrufbar. Die hohe Nutzungsrate zeigt: Der Bedarf nach einem niederschwelligen Zugang zu fundiertem Präventionswissen ist gross.

Eine Frau nutzt den KI-Assistenten auf einem Tablet

Der neue KI-Assistent der BFU hilft auf bfu.ch bei Fragen weiter – und geht auf individuelle Anliegen ein.

Unfallzahlen attraktiv aufbereitet

Aktuelle Statistiken zum Unfallgeschehen und Sicherheitsniveau, dazu Analysen zu den Entwicklungen, Hintergründe zu Risikofaktoren und Präventionsansätze: Das 2025 lancierte Webportal sinus-plus.ch macht das geballte Präventionswissen der BFU im Strassenverkehr digital zugänglich. Fachleute können Unfalldaten interaktiv auswerten – ergänzt durch Einordnungen der BFU-Expertinnen und -Experten. Das Portal wurde vom Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) mitfinanziert.

Das digitale Angebot ergänzte die BFU mit klassischen Publikationen: Die Magazine «sicher leben» und «Nummer sicher» richten sich an Partner, Multiplikatoren sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger. Sie zeigten die Bandbreite der Arbeit der BFU auf – von fundierten Unfallanalysen über praxisnahe Präventionstools bis hin zu Kursen und Schulungen. 2025 erhielt das Magazin «sicher leben» ein Redesign mit klarer Leseführung und modernem Layout. Die beiden Ausgaben von «Nummer sicher» beleuchteten 2025 die Herausforderungen des automatisierten Fahrens für die Verkehrssicherheit und zeigten auf, wie das neue Mehrjahresprogramm der BFU die Weichen für weniger Unfälle stellt. Zudem wurden über 110 000 Ratgeberbroschüren bestellt – vorwiegend von Partnerorganisationen zur Weitergabe an ihre Zielgruppen.

Warnung vor schmerzhaften Folgen

Alkohol gehört zu den grössten Risiken im Strassenverkehr. Jeder 9. tödliche oder schwere Unfall ist alkoholbedingt. Die BFU entwickelte darum eine neue Kampagne mit stilisierten Gläsern in Form von Kakteen – ein starkes Bild für die schmerzhaften Folgen von Alkohol am Steuer. Die Botschaft: Ein Stich vergeht, die Folgen eines Unfalls bleiben oft ein Leben lang. Die Kampagne war während fünf Wochen auf rund 8000 Plakatstellen im Netzwerk der BFU-Sicherheitsdelegierten in Gemeinden und Städten präsent. Damit war die Botschaft schweizweit im öffentlichen Raum sichtbar und begleitete Fahrzeuglenkende im Alltag. Ergänzend wurde sie über digitale Kanäle verbreitet.

Ein Plakat der neuen Alkohol-Kampagne an einem Aushang

Die BFU entwickelte eine neue Kampagne mit stilisierten Gläsern in Form von Kakteen – ein starkes Bild für die schmerzhaften Folgen von Alkohol am Steuer.

Fahren heisst fahren

Auch Ablenkung zählt zu den grössten Risikofaktoren für schwere Verkehrsunfälle. Gemeinsam mit den Westschweizer Polizeikorps realisierte die BFU deshalb ein neues Sensibilisierungsvideo. Es zeigt Situationen, die im Alltag zwar absurd, aber harmlos wären: ein Dirigent, der mitten im Konzert ans Handy geht, oder eine Torhüterin, die während des Spiels Nachrichten liest. Im Strassenverkehr sind solche Ablenkungen lebensgefährlich. Viele Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker halten sie dennoch für ein Kavaliersdelikt. Die klare Botschaft der Kampagne: Fahren heisst fahren. Ohne Handy. Mit Blick auf die Strasse. Die Videos wurden über Social Media und Partnerkanäle verbreitet und sorgten auf Online-Plattformen für hohe Aufmerksamkeit. 

Sicherheit beim Heimwerken

Gemeinsam mit der Suva und dem Fachhandel startete die BFU die Kampagne «Machs richtig». Sie sensibilisiert Heimwerkerinnen und Heimwerker für Unfallrisiken und vermittelt einfache Schutzmassnahmen. Herzstück der Kampagne ist die Wissensplattform machs-richtig.ch, die im Mai 2025 online ging. Sie bietet Tipps und Empfehlungen zur Schutzausrüstung für Hobbygärtner und Heimwerkerinnen. Die Vermarktung erfolgte direkt in Fachmärkten, über Online-Kanäle sowie über die Plattformen von BFU und Suva. Die Kampagne war damit schweizweit für ein breites Publikum zugänglich.

Damit die Saison nicht abrupt endet

Die korrekte Einstellung der Skibindung ist ein Dauerthema. 2025 erfolgte der Relaunch der Skivignettenkampgne – mit neuem Design, neuen Werbemitteln, Wettbewerb, Landingpage und Mailings. Zielgruppen waren der Sportfachhandel sowie Skifahrerinnen und Skifahrer. Denn nur wer seine Bindung einstellen lässt, fährt sicherer und reduziert das Risiko, die Saison verletzungsbedingt früh abrechen zu müssen. Die Kampagne war während der Wintersaison im Sportfachhandel sowie über digitale Kanäle präsent und erreichte Wintersportlerinnen und Wintersportler in der ganzen Schweiz.

Spielerisch Unfälle vermeiden

Viele schwere Unfälle beim Bergwandern passieren, weil Wanderinnen und Wanderer für sie ungeeignete Routen wählen. Die BFU setzte ihre nationale Sensibilisierungskampagne fort und entwickelte ein neues Memospiel mit Wettbewerb. Das Spiel erinnert auf spielerische Weise daran, dass sicheres Bergwandern Fitness, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt. Bis zum Abschluss der Wandersaison hatten über 13 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgemacht. 

Wissen, das ankommt

Die BFU teilt ihr Präventionswissen gezielt mit Multiplikatoren – an Kursen, Tagungen und Veranstaltungen; damit diese die Inhalte direkt in die Praxis tragen. Ein Beispiel ist die Tagung für Verkehrsinstruktorinnen und Verkehrsinstruktoren, die im März 2025 in Bern stattfand. Im Zentrum standen Massnahmen zur Reduktion von Verkehrsunfällen von Kindern.

Darüber hinaus gelangen die Informationen der BFU direkt ins digitale Postfach: praktische Tipps zur Kinderunfallprävention über den OUUPS!-Newsletter, allgemeine Präventionstipps im monatlichen Newsletter oder aktuelle Forschungsergebnisse in den Forschungsnews. Auch die Medienarbeit war intensiv: 2025 veröffentlichte die BFU 26 Medienmitteilungen, die auf grosses Interesse stiessen – belegt durch über 8000 Erwähnungen und Berichte in den Medien.

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